Doreen
Ignaszewski
Zwischen Bild, Ton und Spuren der Erinnerung.
Ich wurde 1977 in Königs Wusterhausen (in der damaligen DDR) geboren und wuchs zwischen Brandenburg und Berlin auf. Nach dem Abitur absolvierte ich von 1997 bis 2000 eine Ausbildung zur Fotografin an der Freien Universität Berlin. Von 2003 bis 2010 studierte ich Montage an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf (heute: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) und schloss als Diplom-Schnittmeisterin mit Auszeichnung ab.
In meiner Diplomarbeit „Die Sprache der inneren Berührung“ untersuchte ich das Wesen der Filmmontage, ihre spielerischen Möglichkeiten und ihre Fähigkeit, Verbindungen herzustellen, Rhythmus zu formen, innere Bewegung und Begegnung entstehen zu lassen. Mein Diplomfilm „My Globe is broken in Rwanda“ wurde 2010 beim Filmfestival Max Ophüls Preis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Seit 2010 arbeite ich freiberuflich als Filmeditorin für Dokumentar-, Spiel- und Konzertfilme, auch über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Dabei entstanden Filme, die u.a. beim Sundance Film Festival, auf der Berlinale als auch beim Internationalen Filmfestival Thessaloniki gezeigt und prämiert wurden.
Filmmontage, Fotografie und Schreiben zeichnen heute meine Arbeit aus.
Ich lebe und arbeite in Berlin.
Wo das Licht anders ist.
Die Kykladen · Attika · Peloponnes
Seit fast dreißig Jahren reise ich nach Griechenland und kehre immer wieder dorthin zurück, jedes Mal ein wenig vertrauter und doch aufs Neue überrascht. Mich interessieren die Menschen, die Sprache, die Musik und ein anderes Verhältnis zu Licht, Zeit und Erinnerung.
Aus dieser langjährigen Verbindung nimmt derzeit „Epistoli“ Gestalt an: ein internationales, mehrteiliges künstlerisches Projekt über Stimme, Meer, Erinnerung, Sprache, Verlust und Sehnsucht. Seinen Ursprung hat es in einer Begegnung auf einer griechischen Insel, die mich nie losgelassen hat und mein Leben noch immer prägt.
Das Wesentliche im richtigen Augenblick.
Ich wurde in der analogen Fotografie ausgebildet und arbeitete mit Kleinbild-, Mittelformat- und Großformatkameras. Diese Erfahrung prägt meinen Blick und meine Arbeitsweise bis heute. Bei der Arbeit als Fotografin geht es mir um ungeteilte Aufmerksamkeit im richtigen Augenblick, um Genauigkeit, Geduld und gegenseitiges Vertrauen. Ich nehme mir Zeit, dränge mich nicht auf und warte, bis etwas hervortritt, das sich nicht erzwingen lässt.
Mich ziehen Gesichter, Körper, Orte und Details an, die mehr offenbaren als oberflächliche Schönheit. Entscheidend ist für mich der Augenblick, in dem Haltung, Charakter und das Besondere sichtbar werden.
Zum Stöbern wischen. Für Zoom Bild anklicken.
Die Sprache der Verbindung.
Die Arbeit mit bewegtem Bild und Ton fasziniert mich bei jedem Projekt aufs Neue. Ich höre genau zu, beobachte aufmerksam und nehme auch das wahr, was sich nicht unmittelbar zeigt. Mich interessiert, wie einzelne Momente miteinander in Verbindung treten und dadurch Spannung oder Erinnerung zwischen ihnen entstehen kann.
Für mich bedeutet Montage, sich mit Geduld, Aufmerksamkeit und Vertrauen auf das Material und die Menschen einzulassen: Bild für Bild, Ton für Ton. Dabei folge ich dem, was das Material verlangt, ohne meine eigene Wahrnehmung aus der Hand zu geben.
Ausgewählte Arbeiten, jede mit ihrer eigenen Geschichte, Rhythmik und emotionalen Architektur.
Zum Stöbern wischen. Für Details Tafel anklicken.
Ich freue mich auf neue inspirierende Projekte.
Für Anfragen zu Filmmontage, Fotografie, dramaturgischer Beratung und künstlerischen Kooperationen bin ich gern erreichbar.